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Fahrplanbearbeitungssystem FBS

Fahrplankonstruktion mit Geschichte

 
Als am 1. April 1839 der Ingenieur Andreas Schubert mit der ersten in Deutschland gebauten Dampflokomotive in Dresden eintraf, begann in Sachsen die Geschichte eines Transportmittels, das die Welt revolutionierte, Entfernungen zusammenschmelzen ließ und auch aus der heutigen Zeit immer noch nicht wegzudenken ist. Durch die Eisenbahn wurden Erfindungen und neue Forschungsgebiete gefördert, die im 20. Jahrhundert zu eigenen Wissenschaften und Bildungsstätten heranwuchsen. So wurde seit 1952 an der Hochschule für Verkehrswesen (HfV) in Dresden in eine universitäre Ausbildung zu allen Facetten des Verkehrs angeboten. Im Geiste des Wegbereiters des modernen deutschen Verkehrswesens, Friedrich List, wurden und werden in Dresden Spezialisten ausgebildet, die im täglichen Betrieb und in der Forschung neue und innovative Wege für das Verkehrswesen beschreiten. Seit 1992 wird dieser Weg in einer einzigartigen Konzentration von Verkehrstechnik und Wirtschaftswissenschaften, von Kommunikation und Logistik an der Fakultät Verkehrswissenschaften "Friedrich List" der Technischen Universität Dresden fortgesetzt.

iRFP ist aus einer Gruppe von Hochschülern der TU Dresden, Fakultät Verkehrswissenschaften "Friedrich List" (frühere gleichnamige Hochschule für Verkehrswesen) hervorgegangen, die sich seit ca. 1993 im Rahmen studentischer Tätigkeit und wissenschaftlicher Arbeit mit dem Projekt Fahrplanbearbeitungssystem (Eisenbahnbetriebssimulation und Fahrplankonstruktion) beschäftigen.

Seit 1997 wird dieser Weg im von der TU Dresden ausgegliederten privatrechtlichen Institut für Regional- und Fernverkehrsplanung (iRFP) fortgesetzt und das Programmpaket FBS zur rechnergestützten Konstruktion aller im Bahnbetrieb notwendigen Fahrplanunterlagen weiterentwickelt, mit dem heute europaweit Eisenbahnverkehr von umfangreichen Bildfahrplänen bis zu den Bahnhofsfahrordnungen großer Hauptbahnhöfe geplant und durchgeführt wird.

Marktbestimmende Vorteile, wie die rechnergestützte Ermittlung und Kontrolle relevanter Informationen (z.B. Fahrplantrassen) und die konsequente Weiterverwendung einmal im System vorhandener Daten, werden weiterhin ausgebaut sowie wichtige Funktionen, die der heutige Verkehrsmarkt erfordert, ständig neu implementiert. Einfaches, schnelles und kostengünstiges Arbeiten ist dabei auch weiterhin durch die geringen Anforderungen an Hardware, die zentrale Datenverwaltung im Netzwerk und den modularen Aufbau der Software möglich.

Neben der Entwicklung und dem Vertrieb von FBS erfüllt das iRFP die Rolle des know-how-Transfers zwischen universitärer Forschung und praxisgerechter Anwendung und steht damit an der Schnittstelle zwischen verkehrsingenieurtechnischer Wissenschaft und Organisation und Betrieb moderner Verkehrssysteme. Der Schwerpunkt liegt dabei naturgemäß auf Eisenbahnbetrieb und dessen Verknüpfungen mit anderen Verkehrsmitteln.

Das iRFP arbeitet eng mit der TU Dresden, Fakultät Verkehrswissenschaften, dem Fraunhofer Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme Dresden, der Universität Prag, der TU Braunschweig und anderen Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen sowie mit Fahrzeugherstellern zusammen. Aus den guten Beziehungen zur Universität Prag und den dortigen umfangreichen Forschungsanwendungen von FBS resultiert, dass iRFP neben seinen Büros in Dresden und Leipzig seit 2002 auch mit einem Büro in Prag präsent ist und dort seine Leistungen für Tschechien und Osteuropa anbietet. Weiterhin ist iRFP mit einer Repräsentanz in Paris auch für französische Kunden erreichbar.

iRFP ist maßgebend an der Entwicklung einer einheitlichen Datenaustausch-Norm für eisenbahnspezifische Daten beteiligt und Gründungsmitglied der RailML®-Initiative.

 


Anschlussplan unter DOS von 1996 (großes Bild, 24 kB)

 


Tabellenfahrplan unter DOS von 1996 (großes Bild, 16 kB)

 

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